33. Eure Fragen zu heiklen Gesprächen

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00:00:10: Hallo Johanna!

00:00:12: Hallo Sie Glinde.

00:00:15: Ich habe letzte Woche ein Kommunikationsseminar gehalten und da kam am Ende noch mal so ein paar Fragen, die... nicht so Platz gefunden haben erst mal im Seminar, die aber total spannend waren und die aber auch sehr angelehnt war an bisherige Podcast Themen, die wir schon hatten.

00:00:37: Die wir aber so explizit noch nicht behandelt haben.

00:00:41: also habe ich dir ganz schnell geschrieben Ein neues Thema für den Podcast.

00:00:48: Wir können doch noch mal so ein paar offene Fragen beantworten, die zwar irgendwie zu anderen Podcast-Folgen dazugehören aber noch nicht so richtig Platz gefunden haben als Thema.

00:00:59: Das heißt heute nehmen wir uns nochmal so ein Paar offene Themen vor, die ja immer mal so gefragt wurden und uns immer mal erreichen

00:01:09: Genau.

00:01:10: Denn manchmal kommen ja nach den Episoden auch E-Mails an mit einer Frage, wie ist denn das?

00:01:16: Also nochmal vertiefend und da habe ich die Paar rausgesucht, die noch so gekommen sind also ein Sammelsurium von Fragen und natürlich die Antworten dazu.

00:01:26: Starten wir mal mit der ersten Frage Johanna Ja.

00:01:30: Du direkt eine Ja!

00:01:33: Also die erste Frage war, wie kann ich den Schlag fertig sein in Gesprächen?

00:01:40: Wir kennen das ja alle.

00:01:42: Wir waren im Gespräch drin und haben uns irgendwie über was geärgert.

00:01:46: Und dann sind wir auf dem Heimweg oder liegen abends auf der Couch und denken uns hätte ich mal das und dass in den Moment gesagt.

00:01:55: Dann wäre vielleicht positiver aus dem Gespräch herausgegangen, dann würde ich mich jetzt im Nachhinein nicht noch so...

00:02:03: Ja, und Schlagfertigkeit bedeutet das was einem später einfällt.

00:02:10: Und es fallen einem ja wirklich extrem tolle Sachen ein!

00:02:14: Sehr elegante sehr souveräne Äußerungen.

00:02:21: Richtig genau und oftmals sind wir auch in solchen Situationen dann sehr erst mal emotional

00:02:29: geschockt

00:02:30: vielleicht auch oder erst mal in Gedanken.

00:02:33: Wir wurden erst einmal getroffen von irgendetwas und sind dann auch erstmal wie gelehmt, oder auch sprachlos weil wir gar nicht wissen, wie gehe ich jetzt damit um?

00:02:43: Und dann übergeht man es meistens und dann ist es zu spät da nochmal was rauszuhauen, den dagegen zu sagen.

00:02:55: Ja, und das ist das was einen ja dann ärgert weil man dann nicht so richtig damit abgeschlossen hat mit der Thematik.

00:03:02: Und das wird ja immer mal wieder passieren ne?

00:03:04: Was wären denn so deine Tipps dafür Johanna?

00:03:07: Also erstmal so prinzipiell zur Grundeinstellung ist erst einmal ruhig bleiben.

00:03:14: Manchmal wird man auch in der Situation sehr... hitzig oder möchte direkt darauf reagieren oder merkt, dass das Gemüt sich vielleicht ändert.

00:03:23: Dass man auf einmal ganz traurig ist oder auf einmal

00:03:27: wütend

00:03:28: ist.

00:03:28: und das ist natürlich etwas was wir in dem Moment nicht wollen weil alles was in dieser Emotion heraus passiert wirkt nicht mehr authentisch und souverän, sondern einfach emotionsgeleitet.

00:03:41: Und das ist etwas was uns nicht schlagfertig macht, sondern eher unsicher wirken lässt weil wir uns von Emotionen treiben lassen.

00:03:49: also erst mal ruhig bleiben, versuchen sich von den Emotionen nicht überrollen zu lassen.

00:03:56: Ganz wichtig!

00:03:57: Und vielleicht auch sich eine kurze Pause zu nehmen um die Gedanken zu sortieren.

00:04:03: und dann ist es wichtig wirklich eine klare kurze Aussage zu machen und am besten sogar auch eine Ich-Botschaft zu senden.

00:04:13: alle, was ist eine Ich-Botschaft?

00:04:15: Wenn wir jemand anderen angreiden wollen dann sagen wir gerne du.

00:04:19: Du hast das so gesagt!

00:04:21: Du hast es so gemacht aber du hast doch vorhin das So und So gemacht.

00:04:25: Das wären ja Du-Botschaften.

00:04:27: und was aber häufig hilft sind ich Botschaften formulieren also von sich aus formulieren.

00:04:33: Ich habe das jetzt so wahrgenommen dass du da irgendwie nicht so ganz mit einverstanden bist oder war jetzt auch ein bisschen enttäuscht darüber, dass du das nicht so schon fandest und ich habe mir sehr Mühe gegeben dabei.

00:04:47: Also alles aus der Ich-Perspektive erst einmal formulieren.

00:04:51: Das nennt häufig auch noch mal Druck aus der Situation heraus.

00:04:56: Ja, das

00:04:57: stimmt.

00:04:58: zur Grundeinstellung zu dem insgesamten Wie gehe ich erst mal so da dran?

00:05:03: Und dann habe ich jetzt gleich noch ein paar Strategien, was man sich so zurechtlegen kann.

00:05:08: Was man auf jeden Fall schon Mal wie sind Spickzettel parat haben kann.

00:05:13: Aber du hattest

00:05:14: auch was sagen.

00:05:15: Ja, ich glaube das passt auf deinen Spickzettel.

00:05:16: Was mir immer hilft und was ich mir wirklich angewöhnt habe ist wenn ich irgendwie nicht einordnen kann wie ist das hier?

00:05:22: war das jetzt wirklich negativ gemeint?

00:05:24: greift mich das gerade an?

00:05:26: also manchmal es ist ja so noch die Fuß dass man gar nicht weiß ich ärgere mich jetzt sondern man weiß gar nicht was gerade hier los.

00:05:31: irgendwas stimmt hier nicht dann zu sagen wie bitte?

00:05:35: also einfach eine rückfrage zu stellen.

00:05:36: dadurch gewinnt man ein bisschen zeit.

00:05:38: der andere muss das nochmal wiederholen.

00:05:42: Es ist ja ganz einfach nur eine sachliche Frage, wie bitte?

00:05:46: Oder der andere merkt schon.

00:05:47: Oh da bin ich zu weit gegangen.

00:05:48: oder da habe ich jetzt was gesagt, das irgendwie angeeckt ist und man selber gewinnt auch ein bisschen Pufferzeit.

00:05:55: Das oder wirklich einen Stopp zu sagen.

00:05:58: Hier ist gerade irgendwas nicht in Ordnung.

00:06:01: Das hatte ich in einer Folge auch schon mal erzählt.

00:06:03: wenn man sich beschämt fühlt oder überrumpelt oder eben so Diskriminierung gehört auch dazu.

00:06:10: Wenn es in die Richtung geht oder wenn man versportet wird und da empfindlich ist, oder einfach verletzt ist.

00:06:16: Das wäre so mein Beitrag für deinen Spickzettel.

00:06:19: also wie bitte?

00:06:20: Oder stopp hier ist irgendwas nicht in Ordnung.

00:06:25: Das sind tatsächlich zwei Spick Zettel von denen die ich parat habe.

00:06:31: Zu der Rückfrage möchte ich gerne noch was ergänzen.

00:06:35: Da kann man auch nochmal genau fragen Wie meinst du das jetzt?

00:06:38: oder weshalb sagst du dass denn jetzt?

00:06:41: Ja, genau.

00:06:42: Da nochmal

00:06:43: so ein bisschen anzustupsen und zu sagen quasi das kam bei mir jetzt irgendwie ein bisschen komisch an.

00:06:52: also da noch mal genau nachfragen was wie war das denn gemeint?

00:06:56: Du sagtest eben manchmal sind es ja vielleicht auch Missverständnisse oder andere Interpretationen von etwas.

00:07:03: wenn ich dann nochmal nachfrage wie genau hast du das jetzt gemeint Dann entmüsst es sich vielleicht auch schon auf.

00:07:09: Also, vielleicht habe ich dann Glück und das ist gar kein Konflikt in dem

00:07:13: Sinne.".

00:07:14: Ja oder die andere Person merkt, oh da bin ich gerade einen Schritt zu weit gegangen ne?

00:07:18: Da hakt jetzt jemand nach und dann hat die Person noch die Möglichkeit, es nochmal irgendwie zurechtzulegen, zurechtszubiegen, etwas abzumildern in der Wirkung.

00:07:28: Das ist ja auch eine Chance.

00:07:31: Genau.

00:07:32: Und was man da auch nochmal machen kann, ist eine genaue Definition zum Beispiel von etwas erfragen.

00:07:38: also wenn jemand sagt ach du bist immer so lahm dass ich dann frage was bedeutet denn lahmen für dich?

00:07:46: und das könnte man dann auch noch uminterpretieren.

00:07:49: es gibt noch die.

00:07:50: gerade weil Methode

00:07:52: ja dass man sagt

00:07:54: gerade weil ich mir so viel Zeit gelassen habe und weil das kommt dann vielleicht lahm rüber hab ich aber jetzt einen sehr, sehr guten Vortrag vorbereitet oder konnte ich schon mit dem und dem telefonieren und habe das schon geklärt.

00:08:09: Also was negativ mir reingegeben wurde, dass aus meiner Seite nochmal positiv schildern?

00:08:16: Warum war das denn so?

00:08:18: Oder warum kommt das vielleicht so rüber?

00:08:21: Ja auch ein bisschen die andere Seite der Medaille zu sehen und zu beleuchten.

00:08:29: Dann gibt es noch, das finde ich auch schön.

00:08:31: Das Kompliment nennt sich dieser Big Zettel und zwar kann man sagen... Ich finde es super dass du so kritisch bist!

00:08:39: Ja okay.

00:08:43: Das tut dich mit dem Thema so gut ausgenzt.

00:08:47: Das ist dann auch was, das vielleicht so den Wind aus den Segeln nimmt erst einmal.

00:08:53: Weil eine Person was rein schmeißt und denkt jetzt sage ich der mal was?

00:08:58: Jetzt gebe ich dir mal so richtig etwas mit.

00:09:01: Und wenn man dann sagt ach das ist aber schön wie kritisch du bist ja das kannst du aber sehr gut

00:09:08: Ja und soll es dann wirklich ernst gemeint sein oder als Strategie?

00:09:12: weil wenn es glaube ich Es

00:09:16: darf nicht ironisch sein in dem Moment.

00:09:19: Sonst macht es das ganze lachhaft, es muss schon ernst gemeint sein.

00:09:25: Das heißt wenn man so sagt ich finde es gut dass du auch kritische Äußerungen machst oder dass du ja auch kritisch bist Auch wenn's nicht ganz bequem ist für mich Oder ich hätte gerne was anderes gehört Ich glaube dann ist es wirklich auch ernsthaft Dann fühlt der andere sich nicht irgendwie verschaukelt sondern hat nicht diese Angriffsfläche dann und nicht den Druck- und Gegendruck oder so, dass kein Machtkampf entsteht.

00:09:52: Ja das war von deiner Seite aus besser moduliert sozusagen als das wie ich es vorgetragen habe.

00:10:01: aber genau so soll es sein wie du's gemacht hast.

00:10:07: Was ich damit sagen wollte war, dass es wirkt zwar vielleicht ironisch ist auch für uns an der Stelle ironisch und nimmt den Wind aus den Segeln aber das muss schon wirklich ernsthaft formuliert sein.

00:10:19: Ja und das wiederum hat ja mit Haltung zu tun.

00:10:22: also welche Haltung habe ich denn willig in den Kampf einsteigen?

00:10:27: oder will ich wirklich?

00:10:30: den anderen auch ernst nehmen in seiner anderen Ansicht oder in dem Angriff.

00:10:34: Irgendeinen Grund wird er ja haben, jeder hat ja immer eherbare Gründe meistens jedenfalls.

00:10:41: Es gibt noch so ein paar Sachen die man auf gar keinen Fall machen sollte in solchen Situationen.

00:10:47: das eine wäre sich lange zu rechtfertigen Also zu sagen, ja das war auch so und dann kam noch das.

00:10:55: Dann kam der Bus noch zu spät und hat den Hund die Hausaufgabe gefressen usw.

00:11:01: Das spiegelt natürlich wieder Unsicherheit wider.

00:11:03: Dass man generell selbst dem bewusst war, dass man das nicht ganz gut gemacht hat.

00:11:09: Da eine Ausrede vielleicht versucht, obwohl es gar keine unbedingt gibt.

00:11:15: Man sich aber in dem Moment irgendwie versucht zu retten.

00:11:19: Das

00:11:20: sollte man vermeiden, außerdem dann in die Gegenoffensive zu gehen.

00:11:25: Also Angriffe und Beleidigungen rauszuschicken oder das andere Extreme wäre auf einmal ganz unsicher zu werden.

00:11:34: Ich meine so körperliche Faktoren, wie das man rot wird oder dass man anfängt zu schwitzen.

00:11:40: Kann man jetzt sehr schwer beeinflussen?

00:11:43: Aber dass man dann nicht anfängt auch noch hektisch zu reden oder will zu gesikulieren weil das auch wieder Unsicherheit zeigt und ja wir dann auch schnell den roten Faden in so einem Gespräch verlieren Und wir dann nicht mehr so richtig den Halt haben in dem Gespräch um uns gut präsentieren zu können

00:12:03: Ja, also Tempo raus und sich selber ein bisschen nochmal spüren.

00:12:09: Was ist gerade los?

00:12:10: Wie stehe ich hier?

00:12:11: Rede ich grade sehr schnell da noch mal langsamer Pausen machen und das entschleunigt und bringt einem auch wieder ein bisschen mehr gute Gedanken.

00:12:23: Da sind wir so ein bisschen schon

00:12:24: immer... Das wäre

00:12:25: doch das Thema Lackfältigkeit!

00:12:28: Genau, ich wollte genau die gleiche Überleitung machen.

00:12:31: Jetzt bin ich gespannt, welche Du machen wolltest.

00:12:33: Wo hin denn Johanna?

00:12:34: Wohin wolltest du?

00:12:36: Ich wollte so in Richtung Beschwerde gehen.

00:12:38: Beschwierdige Gespräche.

00:12:41: Sehr gut!

00:12:43: Hast Du eine erste Frage dazu?

00:12:46: Zu den Schwierigen

00:12:49: Gesprächen oder Beschwärdegesprächen?

00:12:51: Ja wenn einer dauernd einunterbricht... ...Johanna was bist Du denn dafür?

00:12:55: Tipps auf Lager.

00:12:57: Einer quatsch ständig da rein hört eigentlich auch gar nicht richtig zu sondern will immer nur seinslos werden.

00:13:06: Ich mache das manchmal so, dass ich mir entweder erst mal ganz extrem viel Zeit nehme.

00:13:15: Weil erscheint der Redepartner ein sehr hohes Redepedürfnis hat.

00:13:21: Wenn es allerdings eine Situation ist wo's vielleicht auch wichtig wäre ,dass ich was sage und dass ich etwas dazugeben kann dann würde ich das auch ansprechen.

00:13:32: Dann würde ich das sagen.

00:13:36: Also auch als

00:13:37: Ich-Botschaft formulieren?

00:13:39: Ja, ja.

00:13:42: Sag mal genau wie würdest du es denn sagen Johanna?

00:13:45: Also ich würde es nicht in der Du-Form machen so nach dem Motto sie unterbrechen mich die ganze Zeit.

00:13:50: Ich kann überhaupt gar nichts sagen.

00:13:52: Das macht dann wieder zu einer heiklen Streitigen Situation.

00:13:57: Sondern ich würde sagen, ich nehme wahr, dass Sie sehr viel zu erzählen haben und das da vielleicht auch ein hoher Redebedarf ist.

00:14:03: Es ist aber wichtig, dass sich jetzt noch mal das und das sagen kann damit sie genau verstehen warum das und es richtig ist.

00:14:13: Ja ja sehr schön finde ich.

00:14:15: gut Kann ich mir gut vorstellen Und ich denke gerade an Seminare für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter oder überhaupt Gespräche in der Kita, wenn es darum geht eine Rückmeldung zu geben.

00:14:28: Also für die Mitarbeitenden zum Beispiel als Leitung muss ich meinen Mitarbeiterinnen ja auch ne Rückmeltung mal geben und wenn dann ein Verhalten auftritt was nicht so akzeptabel ist oder nicht so passend ist Dann davon zu sprechen.

00:14:41: Ich habe das und das beobachtet Und dass wirkt auf mich so.

00:14:45: Oder das wirkt je nachdem wohin es wirkt Auf die Eltern so oder auf die Kinder So oder auf Die Kolleginnen und Kollegen Und dann würde man das ausführen, wie es wirkt und damit hat mir noch keine Behauptung aufgestellt.

00:14:58: Sondern erst mal nur so könnte es wirken und mein Wunsch wäre das und das oder erstmal zu hören Wie siehst du das denn?

00:15:05: Also dass man wirklich sagt Das ist das Verhalten ganz sachlich schildert in dem Fall bei den Vielrednern.

00:15:12: Ich nehme wahr, sie haben sehr viel zu erzählen, Sie reden jetzt sehr viel und ich komme gar nicht zu Wort.

00:15:19: Das wirkt auf mich so als würden Sie gar nicht interessiert sein an dem was ich jetzt dazu denke oder was ich noch dabei zutragen hätte.

00:15:27: Ist es so?

00:15:28: Gehe ich da richtig in der Annahme?

00:15:30: oder wie ist das?

00:15:31: Und ich würde mir wünschen dass ich auch mal jetzt etwas sagen darf!

00:15:35: Das möchte ich, das wäre mein Wunsch.

00:15:39: Ich glaube, dann kann man auch ganz gut viele Themen anpacken, ansprechen.

00:15:45: Also so eigentlich die Meta-Sprache?

00:15:47: Also sprechen über Sprechen!

00:15:50: Ja genau, Meterkommunikation.

00:15:54: Ja aber wir wollten doch den Bogen spannen zur Beschwerdemanagement.

00:16:02: Du hast ja eine schöne Methode entwickelt.

00:16:04: In einer Podcastfolge haben wir es auch schon einmal angerissen, aber weil's jetzt hier so gut reinpasst in das Thema schwierige Gespräche – wie gehe ich denn damit um wenn sich jemand bei mir beschwert?

00:16:20: Und das vielleicht auch noch mit einer sehr, sehr hohen Emotion!

00:16:24: Ja, und dann ist wahrscheinlich eine Zweitbeschwerde im Spiel.

00:16:28: Also ne Erstbeschwerte das ist meistens etwas wo man etwas bemängelt, wo man eine Kritik hat, wo mal ein Problem sieht was man lösen möchte und es kann man meistens lösen oder dass man sich hinsetzt und überlegt Was machen wir?

00:16:40: Aber eine zweitbeschwerte das heißt jemand hat sich beschwert hat um eine Lösung gebeten Es wurde was versprochen es wurde gesagt ja wir achten drauf Wir gucken danach Und dann passiert es leider doch nicht.

00:16:52: Und wieder muss ich jemand, um die gleiche Sache beschweren.

00:16:55: Das ist dann die Zweitbeschwerde und die ist immer emotional.

00:16:58: Da ist es total wichtig sehr schnell zu reagieren.

00:17:01: Also da muss man wirklich gucken dass derjenige sofort sich wahrgenommen fühlt... ...und man muss sich darum kümmern.

00:17:07: Also nicht gucken wir mal wann Zeit ist, wenn wir darüber sprechen können oder geht jetzt gerade nichts?

00:17:13: Nein das muss jetzt!

00:17:15: Und Tesla ist die Abkürzung für D der steht für Dampf ablassen lassen.

00:17:22: Also die andere Person, die sich beschwert, die soll das die Möglichkeit haben wirklich erst mal loszuwerden was sie da alles bewegt.

00:17:33: und dann haben wir das A bei Tesla E, das steht für Emotionen.

00:17:39: Nämlich in der Zeit wurde diejenige auspackt und erzählt und alles loslässt und den Dampf rauslässt.

00:17:46: Dazu hören was stecken denn da jetzt für Emotionen drin?

00:17:48: Ist da jetzt Misstrauen ist da Ärger ist da Wut ist da Enttäuschung ist da einfach fühlt sich jemand überfordert fühlt dich jemand über Rumpelt Was für ein Gefühl steckt da gerade drin?

00:18:00: Was ist so zu oberst?

00:18:03: Und das vielleicht auch ansprechen, das könnte man dann auch sagen.

00:18:05: Also immer zuerst gucken was ist da gerade los und dass benennen?

00:18:10: Ich sehe sie ärgern sich.

00:18:12: Ich meine jetzt offensichtlich es muss man nicht sagen aber dann zu sagen Da würde ich mich jetzt auch ärgeren oder da sind Sie jetzt natürlich enttäuscht Das verstehe ich.

00:18:18: wir haben ihnen zugesagt Es ist nicht passiert.

00:18:21: Das ist nicht gut klar dass die sich ärgert also jetzt nicht so dieser psychotherapeutische slang den sollte man dann vermeiden Aber eben mitgehen und Verständnis zeigen.

00:18:32: Und Verständnis heißt ja nicht, ich bin einverstanden... ...mit allen Forderungen die da vielleicht auch noch kommen sondern nee das kann ich gut nachvollziehen ist nicht schön!

00:18:41: Dann haben wir das S dann geht es nämlich erst um die Sachlage.

00:18:46: Nicht schon direkt vorher von einem Ja Mit wem haben sie denn da gesprochen?

00:18:49: oder wann war das denn?

00:18:50: Jemand der so aufgebracht ist Der kann nicht sagen und er will auch nicht sagen Das war am dritten Mai um fünfzehn Uhr oder sowas sondern der will erstmal alles los werden.

00:19:00: Aber wenn man das so diese Hürde genommen hat, Emotionen gespiegelt hat, Verständnis gezeigt hat dann zu fragen so was genau war jetzt?

00:19:08: Ich mache mir mal Notizen ich schreibe mit es auf damit nichts verloren geht.

00:19:12: Dann kann man eben nach diesen ja nüchternen Fakten fragen und gucken was wahr genau da?

00:19:20: und dann haben wir dass L steht für Lösung.

00:19:24: Was gibt es denn jetzt für Lösungen?

00:19:25: Und dafür muss man wissen, was ist das größte Problem für die andere Person.

00:19:29: Also was wäre denn jetzt eine gute Lösung für sie?

00:19:32: oder wie könnten wir das wieder gut machen?

00:19:35: und dann würde ich fragen und nicht einfach sagen okay Sie kriegen dafür jetzt den Gutschein, den vielleicht niemand diese Person gar nicht haben will überhaupt gar nicht nützlich ist.

00:19:45: also wirklich Fragen was denken sie was wäre eine gute lösung?

00:19:50: so?

00:19:50: und dann haben wir des la das a noch Ausblick.

00:19:54: Also nochmal zusammenfassen, den Ausblick geben.

00:19:58: Wir verbleiben jetzt so.

00:20:00: ist das in Ordnung für Sie?

00:20:01: Gibt es noch was zu klären?

00:20:03: haben sie noch einen anderen Wunsch?

00:20:05: und man muss nicht jeden Wunschen erfüllen.

00:20:07: Es geht ja auch oft gar nicht.

00:20:08: Manchmal kommen Forderungen die sind wirklich unangemessen und völlig überzogen.

00:20:14: aber man weiß und das ist das Beschwerdeparadokson dass wenn eine Beschwerde egal, ob diese Wünsche erfüllt worden sind oder nicht.

00:20:23: Aber wenn eine Beschwerde gut aufgenommen wird, gut aufgegriffen wird und die Person sich wahrgenommen fühlt, gesehen fühlt und Verständnis bekommt dann ist sie besser gestimmt loyaler zu einem selbst oder zur Einrichtung zu der Firma was auch immer als vorher.

00:20:41: also ohne Beschwerden.

00:20:42: Also Hora eine Beschwärde das wird wahrscheinlich nicht passieren.

00:20:46: aber man sollte Sie schon auch positiv sehen damit ja eine hohe Bindung erreichen kann.

00:20:54: Hohe Kundenzufriedenheit, Elternzufriede- heit, was die Patienten zufrieden hat mit wem man noch so tun hat?

00:21:02: Desla!

00:21:04: Aber auch hier hab ich stehen Grenzen setzen.

00:21:07: also man sollte jetzt nicht alles sich über sich ergehen lassen was da vielleicht so hält.

00:21:13: So typisch

00:21:14: ist das ja am Telefon.

00:21:15: da sind ja die Hemmungen ein bisschen geringer.

00:21:21: Also da darf man dann ruhig aber auch Grenzen setzen.

00:21:24: Absolut, ja und die sind ja sehr unterschiedlich ne?

00:21:27: Eine Person sagt ich kann mich beschimpfen lassen Ich halte den Hörer ein bisschen weiter weg Und lass ihn reden.

00:21:33: Ich höre aber trotzdem zu was ist da gerade los?

00:21:36: welche Gefühle sind da im Gange?

00:21:39: und Manche sagen das lasse ich mir nicht wegen.

00:21:42: Da ist meine persönliche Grenze.

00:21:44: und da darf Man auch sagen entweder dass es jetzt Chefs Sache Man kann auf den Chef verweisen, auch die Vorgesetzte.

00:21:50: Die Chefin oder man sagt ich glaube im Moment ist es nicht gut das Gespräch weiterzuführen und ich glaube wir sollten das vertagen.

00:21:58: Ich würde gerne mit Ihnen darüber sprechen.

00:22:00: Ich möchte Ihnen auf jeden Fall da weiterhelfen und das klären aber in diesem Ton oder mit diesem... Auf dieser Grundlage möchte ich nicht weiter mit Ihnen reden.

00:22:11: Oder vielleicht einfach sagen möchte ich das Gesprich beenden?

00:22:15: und an anderer Stelle fortsetzen.

00:22:16: Also immer noch den Ausblick geben, nicht einfach Kat, sondern die Brücke noch bauen.

00:22:22: Was man sich da auch mal überlegen kann ist was sind denn eigentlich meine Grenzen?

00:22:27: Weil das ist auch häufig etwas, das passiert mir auch manchmal wo man danach dann denkt ach das hat mich irgendwie schon geärgert.

00:22:34: Da hätte ich schon was sagen sollen also nicht in Richtung Schlagfertigkeit, sondern da wurde eigentlich eine Grenze überschritten vielleicht sogar mal aufzuschreiben oder bewusst zu machen, was sind denn meine Grenzen?

00:22:51: Wie möchte ich behandelt werden und wie möchte ich nicht behandelt.

00:22:57: Wenn man in professioneller Art ist, also unterwegs ist... In seiner Rolle, zum Beispiel als Kitafachkraft oder als Pflegekraft.

00:23:07: Oder als Chefin, als Leitung.

00:23:10: Wenn man in der Rolle eine Beschwerde entgegen nimmt sind die Grenzen vielleicht ein bisschen weiter gesteckt weil man nicht als Privatperson da ist.

00:23:19: und dann kann man eher glaube ich etwas verkraften, weil man weiß oder man sollte wissen Ich bin in der professionellen Rolle.

00:23:26: Und die andere Person, die hat jetzt nicht den Auftrag möglichst professionell mit allen umzugehen.

00:23:33: Hat keinen Kommunikationstraining besucht also nicht extra Trainings absolviert oder mal sich ein Seminar irgendwie gegönnt Und dann darf man von den anderen vielleicht auch gar nicht so viel erwarten.

00:23:47: Die sind einfach Menschen, sind Eltern und Eltern sind hochempfindlich wenn ihre Kinder da irgendwie nicht geschützt werden oder zu kurz kommen oder noch wenn da was mit den Kindern ist.

00:23:57: das ist sehr emotional.

00:24:00: Vielleicht kann man in der professionellen Rolle eher ein Auge zudrücken oder sich eine bessere Schutzschicht aneignen.

00:24:08: Ja, die können grad nicht anders.

00:24:10: Die machen das nicht gegen mich sondern für sich oder für ihre Kinder oder für ihren Selbstwert oder Stolz oder für Ihre Würde was auch immer.

00:24:19: und dann kann man glaube ich mehr aushalten.

00:24:22: aber Aushalten hat auch seine Grenzen auf jeden Fall und man darf ein Gespräch beenden oder unterbrechen und verteilen

00:24:31: Und da können wir auf eine Podcastfolge verweisen.

00:24:34: Wie beendige ich einen Gespräch vorzeitig?

00:24:38: Ganz genau.

00:24:40: Ja, das stimmt.

00:24:42: Da haben wir ganz viel darüber gesprochen.

00:24:45: Jetzt ist es ja manchmal so dass man dann auch irgendwie sofort in den Kopf gestoßen ist, dass man in solchen Momenten erst mal gar nicht weiß was man sagen soll.

00:24:54: also es fehlen einem die Worte in dem Moment.

00:24:59: Was du da vielleicht noch ein Tipp?

00:25:03: Also so ein bisschen das was ich gerade schon gesagt habe zu sagen oh Moment stopp!

00:25:07: Da stimmt was nicht, dadurch hat man ein bisschen Zeit.

00:25:12: Aber auch vielleicht wohlwollend mit sich umgehen... Manchmal ist man einfach baff, einfach total überrumpelt mit irgendeiner Aussage und man weiß gar nicht, was genau hat mich denn jetzt gestört?

00:25:23: Man hat ja keinen Überblick oder kann das nicht so in der schnelle analysieren, was da eigentlich mich so getroffen hat.

00:25:32: Und dann ist es ebenso.

00:25:33: aber vielleicht lernt man ja sich selber dann besser kennen und nimmt das als wertvoll mit.

00:25:40: So was trifft mich wohl, warum trifft es mich denn so?

00:25:43: Und welcher Wert ist denn da gerade irgendwie angestoßen worden oder getroffen?

00:25:51: Was da auch manchmal hilft, ist auch wieder eine Rückfrage zu stellen.

00:25:54: Wie genau hast du das gemeint?

00:25:56: Oder kannst du das noch mal genauer beschreiben?

00:25:58: Ich kann es jetzt grad gar nicht so richtig fassen im Sinne von verstehen wie das gemein ist also einfach den Ball nochmal zurückzuspielen zum Gesprächspartner um da erstmal ein bisschen Klarheit über die Situation zu bekommen.

00:26:16: Vielleicht kann man auch sagen, ich mache mir darüber mal Gedanken.

00:26:19: Irgendwas beschäftigt mich hier gerade.

00:26:22: Es ist hier so etwas eigenartig für mich aber ich kann es noch nicht in Worte fassen.

00:26:28: Ich mach mir meinen Gedanken und melde mich wieder bei dir oder ich komm da nochmal drauf zurück.

00:26:32: Wahrscheinlich komme ich nochmal darauf zurück.

00:26:34: Oder man klärt das für sich und denkt okay nee, es lohnt es nicht.

00:26:38: Es lohnt sich nichts das nochmal anzusprechen Aber manchmal vielleicht doch.

00:26:41: Und dann hat man's ja schon ein bisschen angekündigt dass man es nicht so auf sich sitzen lässt.

00:26:48: Man muss auch nicht auf alles eine Antwort haben, das sage ich in meinen Seminaren auch immer.

00:26:54: Es ist nicht so, dass man souverän wirkt wenn man auf alles einer Antwort hat sondern souveränt ist jetzt auch mal zu sagen da weiß ich gerade gar keine Antwort drauf.

00:27:07: Da muss ich mir noch mal Gedanken darüber machen und dann melde ich mich sehr gerne nochmal bei dir, wenn ich mir da drüber Gedanken gemacht

00:27:14: habe.

00:27:14: Ja ja genau ganz genau!

00:27:18: Und da war zum Beispiel eine Frage auch die passt jetzt auch sehr schön.

00:27:23: Wie höre ich denn gut zu?

00:27:24: Wir hatten ja eine Folge aktives Zuhören.

00:27:26: Aber wie kann ich denn aktiv zuhören, wenn ich aber selber gerade emotional aufgewühlt bin oder irgendwie gar nicht in der Lage bin wirklich zuzuhören und die andere Person möchte mir aber was erzählen?

00:27:37: Ja, was mache ich denn dann?

00:27:38: Weil ich bin hier auch nur ein Mensch!

00:27:40: Und genau das ist die Lösung

00:27:41: ne?!

00:27:44: richtig gut aktiv zuhören, wenn wir mit uns beschäftigt sind.

00:27:47: Und das dann zu äußern und zu sagen und die anderen Personen das mitzuteilen, das finde ich sehr wertschätzend.

00:27:54: Also ich habe das einmal erlebt... Ich war voll mit einer Geschichte, die ich unbedingt loswerden wollte wo ich mich echt geärgert hatte und auch noch ein bisschen irritiert war darüber und ich hatte mit einer Kollegin zusammen hatten wir dann vor einen Gruppenabend zu gestalten also Seminarabend Und dann habe ich angefangen zu erzählen und sie sagte mir dann, Du Sieglinde.

00:28:16: Ich kann dir gerade im Moment nicht zuhören!

00:28:18: Ich bin jetzt so beschäftigt mit dieser Vorbereitung.

00:28:21: Ich bin grad nicht konzentriert gerne nach unserem Gruppenabend.

00:28:26: Ja okay.

00:28:27: Dann wusst ich Bescheid und das fand ich sehr gut.

00:28:30: Fand ich sehr überraschend aber es war genau richtig weil sie hat in ihre Unterlagen geguckt ne?

00:28:36: Und sie wollte dann aber nicht nur halbherzig zuhören Das war Gliessen.

00:28:42: Oder auch, ich hab's mal erlebt... Ich war so müde und dann hat mir jemand noch was erzählt und noch eine komplizitere Geschichte und noch Personen dazu.

00:28:49: Ich konnte es gar nicht mehr sortieren.

00:28:50: Ich kann das überhaupt nicht mehr fassen, was da an Erlebnissen war.

00:28:55: Und dann habe ich tatsächlich gesagt, du weißt was?

00:28:57: Erzähl mir das bitte ein anderes Mal!

00:28:59: Ich bin SO müde, ich kann das gar nicht aufnehmen.

00:29:03: Weil ich wirklich einen Langtag hatte und früh aufgestanden bin.

00:29:06: Und einfach müde bin ich.

00:29:08: Kriegt das gerade nicht mehr

00:29:09: hin?!

00:29:11: Ja.

00:29:11: Ach so, ja okay ne dann machen wir morgen erzähle ich dir morgen noch mal.

00:29:18: Ja,

00:29:19: das habe

00:29:19: ich auch im

00:29:20: Arbeitskontext ganz oft.

00:29:22: Da erlebt man ja auch sehr viel durch die Patienten, die man den ganzen Tag so betreut und die Kolleginnen sehe ich ja immer nur zwischen Tür- und Angel oder dann in der Mittagspause.

00:29:34: Und dann will natürlich jeder von seinem Tag erzählen und dann sitzen wir da und jeder... Das geht wirklich bla, bla, blabla.

00:29:43: Und das ist auch manchmal sehr viel.

00:29:46: Vor allen Dingen sind das ja auch manchmal, das sind ja nicht nur lustige Sachen sondern das sind auch manchmal sehr emotional behaftete Sachen und da kann ich das dann auch verstehen.

00:29:57: diese Frage die da kam dass man dann auch manchmal da gar keine Energiereserve mehr hat um das aufzunehmen was da gerade an Emotionen aufein ein trifft sage ich das tatsächlich dann aber auch immer und sag jetzt, jetzt kann ich aber auch nicht mehr.

00:30:18: Jetzt reden wir mal über was anderes oder suchen uns ein anderes Thema oder machen unseren Kaffee und dann ist das auch in Ordnung?

00:30:28: Ja ganz genau!

00:30:30: Und wo wir gerade bei den Emotionen sind eine ganz spannende Frage fand ich war auch zum Thema Resilienz.

00:30:36: kann man eigentlich auch zu viel Resilienz haben, also zu viele Resilience trainieren.

00:30:42: Dass man so überresilient ist, dass man dann so unempfindlich wird.

00:30:47: Denn Resiliens bedeutet ja Widerstandsfähigkeit und das man dann zuwiderstandswähig wird.

00:30:52: So spannende Frage.

00:30:55: aber der Frage liegt ja zur Grunde dann quasi wie gefühllos werden sollte, wenn man Resilienz werden will.

00:31:03: Also dass das das Ziel ist und das ist es ja gerade nicht.

00:31:06: Resilience sein bedeutet, dass man alle seine Gefühle wahrnimmt auch akzeptiert und ernst nimmt.

00:31:16: Und dazu gehören die Negativen also sich nicht unempfindlich macht gegen die Gefühlen sondern im Gegenteil ganz feinfühlig ist damit Vielleicht auch feinfühlig ist, wie kam es zu dem Gefühl.

00:31:27: Also welcher Glaubenssatz steckt denn dahinter?

00:31:29: Welche falsche Annahme ist denn da?

00:31:31: dass ich jetzt weiß ich nicht mich ärgere das sich misstrauisch bin muss ja gar nicht berechtigt sein.

00:31:38: aber erst mal ist das gefühl da und sobald man das gut wahrnimmt dann kann man ja abgleichen Ja ist das überhaupt jetzt richtig passend ist es entspricht der Realität oder bilde ich mir da was ein, oder werden wirklich meine Werte gerade hier irgendwie mit Füßen getreten?

00:31:56: und sollte sich das ernst nehmen.

00:31:58: Das Gefühl also man kann wenn man resilient ist es nicht gleichzusetzen mit unempfindlich werden gegen die Gefühle sondern ja feinfühliger werden und dann damit gut umgehen kann mit den gefühlen.

00:32:12: und dass bedeutet dann widerstandsfähig zu sein weil man einen guten Kontakt zu sich hat.

00:32:19: Also eigentlich tut man sich ja nur was Gutes.

00:32:21: Man achtet viel, viel mehr auf sich selbst.

00:32:25: Das passiert vielleicht zuviel, was aber dann gut ist?

00:32:28: Ja absolut genau.

00:32:33: und was auch noch eine schöne Frage war Johanna war wie viel vom Kommunikationsverhalten kommt denn aus der Kindheit?

00:32:39: also inwieweit sind wir denn geprägt durch unsere Eltern durch die Familie und kann man sich das denn abgewöhnen?

00:32:45: also kann man das noch verändern oder ist das so festdeterminiert?

00:32:52: Was wäre deine Antwort, was würdest du sagen Johanna.

00:32:57: Ich würde sagen dass kann man jederzeit um lernen.

00:33:00: es ist vielleicht ein schwerer Prozess was das allerwichtigste isst die eigen Motivation und die Eigenwahrnehmung also dass es einem selbst auffällt macht.

00:33:16: Das ist dann der, die für mich aus meiner Sicht der einzige Schritt um auch was ändern zu können.

00:33:23: weil ansonsten wenn das nur andere vielleicht immer wieder sagen und sagen her du machst es immer so und so und du sagst jetzt immer so-und-so Dann ist etwas für die Person auch schwer zu verstehen was da dran ist.

00:33:34: jetzt falsch sozusagen Kommunikation weil man ist es ja so gewohnt so is für einen selbst die normale Kommunikations.

00:33:44: Also wenn, dann muss es einem auch selbstbewusst werden und das selbst ... muss selbst die eigenen Motivation haben daran, was zu ändern.

00:33:53: Ja!

00:33:53: Und es muss einen auch stören oder es muss irgendwie Probleme bereiten, dass man sonst... Wenn's kein Problem macht, muss man ja auch kein Problem draus machen und da muss man auch keines lösen.

00:34:05: Nur weil's andere vielleicht aufgefallen ist oder stört.

00:34:10: Und dafür ist so Feedback zu bekommen, natürlich schon auch sehr wertvoll.

00:34:14: Weil wir haben ja unsere dritten Flecke und dann haben wir keine Probleme.

00:34:17: aber wir haben vielleicht doch ein Verhalten im Gesprächsverhalten was störend ist oder was für andere sehr unangenehm ist.

00:34:24: Dafür ist das Feedback wichtig und der Wunsch, ich möchte aber nicht dauernd anecken mit meiner Art.

00:34:33: Aber trotzdem finde ich dieses Profil was jeder hat seine Prägung oder seine Eigenheiten, die sind ja auch goldwert.

00:34:42: Also das ist ja auch sehr wichtig, dass wir unsere ganz spezielle Art haben zu kommunizieren und zu sprechen.

00:34:48: Die Stimmlage ist auch ganz oft ähnlich wie die der Eltern oder der Geschwister.

00:34:56: Ja also jeder darf seine Eigenheit behalten.

00:35:01: Und wenn die Motivation dafür da ist es zu ändern dann kann man das durchaus mit Mit gutem Training, mit guten Trainerinnen kann man das auch schaffen.

00:35:09: Aber es ist schon eine große Aufgabe wie du schon sagtest.

00:35:13: Schwere Aufgabe sagtest du glaube ich ne?

00:35:20: Was haben wir denn noch?

00:35:21: Lass mich mal überlegen was hatten wir noch für eine Frage?

00:35:25: Ja der Unterschied zwischen Humor und Sarkasmus und Ironie und sowas.

00:35:33: Humor ist ja was sehr, sehr schönes in der Kommunikation finde ich.

00:35:36: Im dramatisiert ein bisschen gemeinsames Lachen schafft ganz viel Verbundenheit und Zugehörigkeit.

00:35:42: aber wenn Humor so auf Kosten anderer geht.

00:35:47: Ich glaube dann geht es in die falsche Richtung.

00:35:49: also Humor bedeutet so über sich selber lachen, Dinge nicht so ernst nehmen.

00:35:54: Überraschende Äußerungen tun das unerwartete irgendwie Ansprechende was wirklich alle zum gemeinsamen Lachen bringt.

00:36:01: Das ist sehr schön.

00:36:02: also so eine Leichtigkeit bringt es ja dann.

00:36:06: Also keiner fühlt sich ausgeschlossen oder verletzt dadurch.

00:36:09: aber sobald dass dann doch passiert Dann ja Spott.

00:36:14: zum Beispiel fällt mir da ein sich lächerlich machen, über andere herabsetzen.

00:36:22: Das ist natürlich eine unschöne Variante zusammen zu lachen.

00:36:26: aber meistens lacht man dann über andere.

00:36:33: Was kann man tun wenn man das merkt?

00:36:36: Das ist auch schon wieder so was wir gerade angesprochen hatten.

00:36:39: Dann ist man ja erst mal baff, weil wenn übereingelacht wird, wenn sich lächterlich gemacht wird über nur Äußerung oder über ein Verhalten, dann kann man ruhig sagen... Ja, ich lache schon auch gerne.

00:36:51: Aber bitte nicht auf meine Kosten finde ich einen sehr guten Satz.

00:36:54: also den habe ich mir mal

00:36:55: zu Recht.

00:36:58: oder Ich mache gerne auch Witze gerne über mich gerne mit anderen gemeinsam über Witze Lachen das mag ich aber bitte nicht Auf Kosten anderer.

00:37:08: Das finde ich überhaupt nicht in Ordnung.

00:37:11: Also da ganz Klarstellung zu beziehen Und es gelingt mir nicht immer.

00:37:18: Es gibt so viele Situationen auch in letzter Vergangenheit, wo ich denke da hätte ich mal was sagen müssen weil das war wirklich nicht wertschätzend.

00:37:25: Das war so herablassend und ich habe nichts gesagt.

00:37:29: Aber es ist auch wieder ein Training.

00:37:31: man muss dran bleiben üben üben.

00:37:34: Es wird wieder eine Situation geben Da kann ich das dann ja offen sagen.

00:37:40: Ja aber wie du schon sagst sich so Sätze parat legen, das ist schon mal ganz gut.

00:37:45: Auch wenn der Satz vielleicht in der Situation nicht so zu hundert Prozent passt, ist überhaupt gar nicht schlimm.

00:37:51: aber zumindest hat man in dieser Situation erst einmal was gesagt und wirft den anderen vielleicht dann erstmal aus der Bahn, der reflektiert und dann hat man vielleicht auch nochmal Zeit, um sich noch mal was Neues zu überlegen.

00:38:07: Was man dann darauf sagen kann oder um das nochmal genau zu schildern?

00:38:11: Was einen daran gestört hat

00:38:13: Ja ja lieber war es unelegant oder irgendwie komisch sagen als gar nichts weil dieses gar nicht sagen und so wissen ich hätte da etwas sagen müssen Das knabbert irgendwie auch an unserem selbstwert gefühlen Da ist man nicht so stolz auf sich im gegenteil.

00:38:33: Ja, viele Fragen, die dann doch noch irgendwie gekommen sind und spannen wirklich interessante Fragen.

00:38:41: Ich hatte letztens auch die Rückmeldung von jemandem, der gesagt hat also ich verstehe Ironie und Sarkasmus überhaupt nicht!

00:38:51: Ich nehme das alles immer ganz ernst und reflektiere das dann alles.

00:38:55: und wie war es gemeint?

00:38:57: Die hat sich das sehr zu Herzen genommen Und ich bin tatsächlich Mensch.

00:39:04: Da sind wir wieder bei dem Thema, wie ist man so aufgewachsen, kommunikativ?

00:39:09: Bei uns wird auch einfach viel ironisch gesprochen und das ist natürlich dann auch eine Situation wo man vielleicht manchmal merkt, ach, das kommt gar nicht an, wie es gemeint war.

00:39:25: Dann fand ich dieses Feedback ... von der einen sehr interessant und hilfreich auch in dem Moment.

00:39:31: Und sie hat mir dann auch reflektiert, was sie dann verstanden hat stattdessen.

00:39:37: Das war etwas ganz anderes als ich das meinte.

00:39:41: Das fand ich.

00:39:41: in dem moment habe ich ihr auch gesagt.

00:39:43: Das finde ich ja jetzt total spannend!

00:39:45: Also ich hab das gar nicht als Kritik dann aufgefasst sondern ich fand es einfach sehr spannend auch mal die andere Seite zu hören von jemandem dahinter kommt, was dann das ironische daran war oder das zerkastische?

00:40:04: Ja.

00:40:04: Wenn sie es nicht so gewohnt ist, dann fällt das ja auf eine andere Folie, also irgendwie auf einen anderen Boden und dann kann sich manches ganz anders interpretieren.

00:40:13: oder wird sie auch hat sie auch.

00:40:16: Ja, so sind wir wirklich geprägt.

00:40:18: In den einen Familien wird ganz viel Spaß gemacht und ganz viel geneckt und gefobbt in anderen Familien eher wenig.

00:40:25: In manchen wird ganz viele gesprochen da reden alle durcheinander und das ist völlig normal.

00:40:29: es wäre ganz komisch wenn man abrücken würde bis einer fertig ist und so von den anderen Familien werden kurze Antworten gegeben und es ist dann auch okay also sehr unterschiedlich

00:40:42: wo ich immer dran denken muss und dass es auch das womit ich die Folge jetzt gerne abschließen würde, ist der Satz Reden hilft.

00:40:54: Den hast du mal gesagt Sie Glinde?

00:40:57: Ja!

00:40:58: In ört einem Seminar was wir zusammengehalten haben und das habe ich mir wirklich immer zu Herzen genommen redenhilft.

00:41:08: Es ist immer leichter über alles zu sprechen und direkt was zu sagen oder anzusprechen.

00:41:15: Also Reden hilft immer, man könnte vielleicht noch nicht immer dranhängen.

00:41:20: Nee das würde ich nicht weil manchmal redet ... nee da immer immer würde ich nichts dranhängt.

00:41:25: Lass es bei Reden hilft!

00:41:26: Und Johanna du wolltest jetzt so den Schlusspunkt setzen damit?

00:41:29: Ich muss aber auch noch anders ergänzen.

00:41:32: Aber das hat damit etwas zu tun.

00:41:33: also es bleibt trotzdem bei diesem Schlusspunkt denn mein Slogan ist ja Mut zur Sprache Also nennt sich ja mein Unternehmen oder mein Geschäft, oder wie auch immer.

00:41:44: Und zu diesem Redenhilft da muss dazu muss man auch mutig sein und das haben wir ja gemerkt, dass man sich manchmal überwinden muss.

00:41:52: Dass man nicht im ersten Anlauf es richtig geschafft hat, sich zu wehren oder was zu äußern, was eingestört hat oder nur irgendwie etwas zu entgegnen.

00:42:01: und wir brauchen Mut immer wieder Überwindung.

00:42:04: Und ja, Reden hilft Ja aber Mut helft Dabei dann auch.

00:42:10: Und das war auch eine Podcastfolge von uns, also wer da nochmal gerne reinhören will wie man mutig sein kann darf das gerne tun.

00:42:21: Ja genau und ja schaut doch einfach nach was wir hier dafür Themen hatten.

00:42:25: empfiehlt euch uns gerne weiter.

00:42:28: Das wäre auch sehr schön und wir hoffen natürlich sehr dass die Fragen für euch auch so interessant waren und so bereichernd.

00:42:35: So Johanna jetzt machen wir Schluss für heute.

00:42:39: Ja, wir sitzen jetzt eine Grenze.

00:42:44: Dann würde ich sagen mach's gut Johanna!

00:42:47: Tschüss bis zum nächsten Mal!

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